| (Re)Konzeptualisierungen des Religiösen in der Moderne |
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| Veranstaltungen - Workshops |
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Interdisziplinärer Workshop im Rahmen des Projekts Evangelisches Stift Tübingen, Klosterberg 2, Kleiner Hörsaal Erik Martin, Schamma Schahadat, Irina Wutsdorff (Slavisches Seminar der Universität Tübingen) Gegenstand des Workshops ist der auffällige Stellenwert, der der Wieder- und Neubelebung religiöser Denk-, Deutungs- und Darstellungsmuster in Literatur und Philosophie der Moderne zukommt. Gerade die jüngste Forschung betont die Bedeutung des Religiösen für die um 1900 entstehende Kulturwissenschaft (Freud, Warburg, Weber, Benjamin, Cassirer), das dabei als Gegenstand wie auch als Reflexionsgrundlage der eigenen Positionierung verhandelt wurde. Der Rückgriff auf die Religion spielt vor allem im russischen Kulturraum eine zentrale Rolle, sei es in den Versuchen religiöse und ästhetische Formen zu synthetisieren (Solov’ev, Merežkovskij, Ivanov), sei es in der Häresie der „Namensgläubigen“ (imjaslavcy). Diese Denkfiguren wurden sowohl von Philosophen und Theologen (Bulgakov, Florenskij, Losev), als auch von den Künstlern der Avantgarden (Chlebnikov, Kručenych, Malevič, Charms und Vvedenskij) aufgegriffen und transformiert. Wenn in diesen Formationen religiöse Figurationen des Denkens fortwirken, soll betrachtet werden, welche Spuren diese Einschreibungen im jeweiligen Verständnis der (eigenen) modernen Kultur hinterlassen, wie es sich sowohl in literarischen als auch in philosophischen Texten artikuliert. |


