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Prof. Dr. Bettina Gockel PDF Drucken E-Mail
Beteiligte - Universität Zürich

Bettina Gockel

Lehrstuhl für Geschichte der bildenden Kunst & Leitung der Lehr- und Forschungsstelle für Theorie und Geschichte der Fotografie

Universität Zürich
Kunsthistorisches Institut
Rämistr. 73
CH - 8006 Zürich
Büro 3
Tel.: +41 (0)44 - 634 28 28 (Durchwahl)
Tel.: +41 (0)44 - 634 28 31 (Sekretariat)

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Zur Person

Studium der Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft, Neueren Deutschen Literatur und Archäologie in München und Hamburg
1991 Magister Artium am Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg
1994 Robert R. Wark Fellow der Huntington Library, Botanical Gardens & Art Collections, San Marino
1996 Promotion am Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg
1996-98 wissenschaftliches Volontariat an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
1998–2006 Wissenschaftliche Assistentin am Kunsthistorischen Institut der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
2002/03 Research Scholar am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin
2005 Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
2006 Habilitation an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Tübingen
WS 2005/06 bis SS 2006 Vertretungsprofesssur «Kunstgeschichte» an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein, Fachbereich Kunst, Halle/Saale
September 2006 bis August 2007 Member am Institute for Advanced Study, School of Historical Studies, Princeton, USA
2008 Berufung auf die Professur für Geschichte der bildenden Kunst am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich

Schwerpunkt in der Lehre und Forschung ist die Geschichte der Bildkünste als Medien- und Wahrnehmungsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses der Künste zu den Naturwissenschaften. In ihrer Dissertation "Kunst und Politik der Farbe. Gainsboroughs Portraitmalerei" (Berlin 1999) untersucht Bettina Gockel Farben und Maltechniken der Kunst des 18. Jahrhunderts in Beziehung zur visuellen Kultur des Theaters und zu den experimentellen Naturwissenschaften. Die Rivalität der Kulturschaffenden – der Maler, Theaterleute, Musiker und Experimentatoren – um die Gunst des anonymen Publikums einer neuen bürgerlichen Oeffentlichkeit zeigt, so eine der Hauptthesen, wie stark die ästhetischen Mittel der Künste und Aufführungspraktiken Teil gesellschaftlicher Prozesse im Vorfeld der Französischen Revolution waren. Diesen Aspekt hat sie in Untersuchungen über die Bildtechniken der Landschaftsmalerei in dem von ihr mit herausgegebenen Tagungsband "Wahrnehmung der Natur. Natur der Wahrnehmung" (Dresden 2001) und jüngst auch in einem Aufsatz über experimentelle Druckgraphik des 18. Jahrhunderts vertieft.

Das Verhältnis der Künste zu den Naturwissenschaften steht im Mittelpunkt des derzeit im Druck befindlichen Buches "Die Pathologisierung des Künstlers. Künstlerlegenden der Moderne" (Akademie Verlag, Berlin), das untersucht, in welchen wissenschafshistorischen und kulturellen Zusammenhängen seit ca. 1880 Krankheitsbilder wie Epilepsie und Schizophrenie dem modernen Künstler zugeschrieben wurden. Eine Zusammenfassung des wissenschaftshistorischen Teils dieser Studie ist als Lexikonartikel über "Pathographie/Biographik" im "Lexikon psychoanalytischer Begriffe für die Kunstwissenschaft" erschienen; siehe auch den Artikel über Hans Prinzhorn für "Kindlers Literaturlexikon". Unter welchen historischen Bedingungen sich Künstler und Kunsthistoriker mit dem Thema Krankheit beschäftigten, ist Thema ihrer Aufsätzen über Frida Kahlo, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee und Aby Warburg.

Zur Zeit forscht Prof. Dr. Bettina Gockel über das Verhältnis des Stilllebens zur Geschichte naturwissenschaftlicher Illustrationen im Kulturvergleich und -transfer zwischen Nord- und Südeuropa sowie zwischen Europa, Asien und Amerika. Einzelaspekte, zu denen sie in den letzten Jahren Vorträge gehalten und eine internationale Konferenz ("From Real Life to Still Life", Berlin 2006) organisiert hat, sind die Aktualität des Stilllebens in der Gegenwartskunst im Verhältnis zur Geschichte dieser Gattung, die Sehweisen des Stilllebens in der Malerei und Fotografie des 18. und 19. Jahrhunderts sowie das Verhältnis von Stillleben, Genre und Porträt im Werk von Jean-Baptiste Siméon Chardin.

Im Rahmen der Lehr- und Forschungsstelle für Theorie und Geschichte der Fotografie hat im HS 2008 die Reihe "Geografie der Fotografie / Geography of Photography" begonnen, in der fotografische Kulturen europäischer und aussereuropäischer Länder vorgestellt werden. Darüber hinaus wird in jedem Herbstsemester die "Dr. Carlo Fleischmann-Gastprofessur für Fotografie / Dr. Carlo Fleischmann-Visiting Professor for Photography" vergeben.

Schriftenverzeichnis

BÜCHER

„Die Pathologisierung des Künstlers. Künstlerlegenden der Moderne“, Berlin: Akademie Verlag, Okt. 2010.

Kunst und Politik der Farbe. Gainsboroughs Portraitmalerei, Berlin: Gebrüder Mann, 1999 (Druckfassung der Dissertation, Hamburg 1996). (S. Rezension in: Object, 2000-2001, No.3, S. 117–121).

HERAUSGEBERSCHAFT

Erna Fiorentini u. Bettina Gockel (Hg.): From Real Life to Still Life. Pictorial, Verbal and Instrumental Processes of Transformation 1600–1900. (Als erweiterter Sammelband in Vorbereitung für das Frühjahr 2011; erscheint als special issue des Jahrbuchs des Kunsthistorischen Instituts, Berlin: Akademie Verlag).

„American Photography“, mit Beiträgen u.a. v. Martin Gasser (Winterthur), Robin Kelsey (Cambridge, MA). Shelley Rice (New York), Deborah Willis (New York), Kelley Wilder (Leicester). Erscheint in der Reihe „Studies in Theory and History of Photography“, Berlin: Akademie Verlag.

Gründung und Herausgabe einer Schriftenreihe zur Theorie und Geschichte der Fotografie; Annahme durch den Akademie Verlag, Berlin, im Juli 2010. Titel der Reihe: „Studies in Theory and History of Photography“. (Ca. 2 Bände pro Jahr). U.a. Publikation der Vortrags- und Forschungsreihe „Geography of Photography“, Publikationsprojekte des Visiting Artist-Programms der TGF (Lehr- und Forschungsstelle für Theorie und Geschichte der Fotografie, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich), Qualifikationsschriften, Monographien.

Räume, Themenheft der Zeitschrift für Kulturwissenschaften, hrsg. v. Michael Frank, Bettina Gockel et. al., Bielefeld 2008.

"Fremde Dinge, Themenheft der Zeitschrift für Kulturwissenschaften, hrsg. v. Michael Frank, Bettina Gockel et. al., Bielefeld 2007."

Mitbegründung und Mitherausgabe der Zeitschrift für Kulturwissenschaften.

Gockel, Bettina, u. Michael Hagner (Hg.): Die Wissenschaft vom Künstler. Körper, Geist und Lebensgeschichte als Objekte der Wissenschaften, 1880–1930, Preprint 279, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 2004.

Natur der Wahrnehmung – Wahrnehmung der Natur. Sehen und Sichtweisen um 1800, hrsg. v. Gabriele Dürbeck, Bettina Gockel et.al., Dresden: Verlag der Kunst, 2001. (S. Rezension u.a. von Alexandre Métraux in der Süddeutschen Zeitung, 15./16. 12. 2001).

AUFSÄTZE UND ESSAYS

Klees Kaffeetasse und Japans Katastrophe, Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Feuilleton, 18. März 2011, S. 33.

Bilder für Blinde. Sehen und Handeln in Malerei, Fotografie und Film. Ein Versuch, in: Sehen und Handeln. Eröffnungstagung des Forschungsprojekts „Bildakt und Verkörperung“, in: Actus et Imago - Schriften für Bildakt-Forschung, begr. u. hrsg. v. Horst Bredekamp u. John Michael Krois, Berlin 2011.

Kunstproduktion und Kunsthandel im Portrait. Gainsboroughs „James Christie“, in: Kunst und Karriere, hrsg. vom SIK-ISEA, Zürich, (angenommen).

Bewegung in der Werkstatt.“ Paul Klee, Goethe und E.T.A. Hoffmann, Aufsatz für den Tagungsband „Ein Unendliches in Bewegung“. Das Ensemble der Künste im Wechselspiel mit der Literatur bei Goethe, hrsg. v. Barbara Naumann (angenommen).

Pathographie/Pathologisierung, in: Gehrig, Gerlinde u. Ulrich Pfarr (Hg.), Handbuch psychoanalytischer Begriffe für die Kunstwissenschaft, Giessen: Psychosozial-Verlag, 2009, S. 259–273.

Artikel über Hans Prinzhorn für die dritte Auflage von Kindlers Literaturlexikon.

Paul Klee’s picture-making and persona. Tools for making invisible realities visible, in: Studies in History and Philosophy of Science (= Science and the Changing Senses of Reality, ed. H. Otto Sibum), Vol. 39, Issue 3, September 2008 (Elsevier), S. 418–433.

Bedeutungsstiftende Bildtechniken. Gainsboroughs Druckgraphik im Licht von Adam Smiths ökonomischer, moralphilosophischer und sinnesphysiologischer Theorie, in: Verfeinertes Sehen. Optik und Farbe im 18. und frühen 19. Jahrhundert, hrsg. v. Werner Busch, München 2008, S.101–131.

Mitherausgabe und Mitverfasserin der Einleitung der Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 1, Fremde Dinge, Bielefeld 2007.

Van Goghs Schuhe. Zum Streit zwischen Heidegger und Meyer Schapiro, in: Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 1, 2007, S. 87–98.

Krieg – Krankheit – Kulturwissenschaft. Warburgs Schizophrenie als Forschungsinstrument und das Ideal moderner Primitivität, in: Korff, Gottfried (Hg.), Kasten 117. Aby Warburg und der Aberglaube im Ersten Weltkrieg, Tübingen 2007, S. 117–134."

Opfer und Heilerin. Frida Kahlo als Schamanin?, in: Ausst.-Kat. Frida Kahlo, Bucerius Kunst Forum, Hamburg 2006, S. 40–51."

Motive der Künstlerpathographie in Psychiatrie, Kunstkritik und Künstlerleben, in: Brombach, Sabine u. Bettina Wahrig (Hg.), Lebensbilder. Leben und Subjektivität in neueren Ansätzen der Gender Studies, Bielefeld 2006, S. 125–150."

Rezension von Pamela H. Smith, The Body of the Artisan and Experience in the Scientific Revolution, Chicago und London: University of Chicago Press, 2004, in: Interdisciplinary Science Reviews, September 2004, Bd. 29, Nr. 3, S. 328–332.

Kunst als soziales Phänomen oder Sozialgeschichte des Bildwissens. Gainsborough in Großbritannien und den USA, in: Kunstchronik, Januar 2004, S. 5–14.

Kirchners Berglandschaften. Gemälde und Fotografien, in: Ausst.-Kat. Ernst Ludwig Kirchner. Bergleben. Die frühen Davoser Jahre 1917–1926, Kunstmuseum Basel, Ostfildern-Ruit 2003, S. 39–48.

Der Künstler als Objekt psychiatrischer Theorie und Praxis. Zu Ernst Ludwig Kirchner und Ludwig Binswanger d. J., Preprint MPI für Wissenschaftsgeschichte Nr. 242, Berlin 2003.

„Im Luftfahrtzeug der Ideen“. Ludwig Binswangers Seelenheilkunde in neuer Beleuchtung, in: Neue Zürcher Zeitung, 3./4. Mai 2003, Nr. 101, S. 47.

Kirchner’s Alpine Landscapes. Paintings and Photographs, in: Ausst.-Kat. Ernst Ludwig Kirchner – Mountain Life. The Early Years in Davos 1917 – 1926, Kunstmuseum Basel, Basel 2003, S. 39–48; zugl. Preprint Nr. 242, MPI für Wissenschaftsgeschichte, Berlin.

Die Oberfläche bei Gainsborough und das Wissen „unserer gänzlichen Unwissenheit“, in: Bildwelten des Wissens. Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik, Bd.1/2, hrsg. v. Horst Bredekamp und Gabriele Werner, Berlin 2003, S. 95–104.

Der Künstler als „geistige Person”. E. L. Kirchner und Ludwig Binswanger d. J., in: Georges-Bloch-Jahrbuch des Kunsthistorischen Instituts der Universität Zürich, Bd.9/10, 2002/03, S. 151–175.

Kein „Röntgenbild des Surrealismus“. La Révolution Surrealiste, in: Kunstchronik, Heft 9/10, 2002, S. 465–473.

Experimentalisierung des Lebens in Kunst und Kultur. Zur Jubiläumstagung „100 Jahre Monte Verità“, Ascona, 30.11 bis 3.12.2000, in: Kunstchronik, Juni 2002, S.265–271.

Malerei des Expressionismus, in: Kunsthistorische Arbeitsblätter, 1/2002, S. 27–36.

Farbe, in: Lexikon des künstlerischen Materials. Werkstoffe der modernen Kunst von Abfall bis Zinn, hrsg. v. Monika Wagner et.al., München 2002, S. 78–84.

Der Kopf zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik, in: Magazin III, Davos 2001, S.49–58.

Vom Geschlecht zum Geist. Körpererfahrungen und -konzeptionen im Werk Kirchners, in: Ausst.-Kat. Die Brücke in Dresden 1905-1911, hrsg. von Birgit Dalbajewa u. Ulrich Bischoff, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Köln 2001, S. 304–308.

Gemalte Sehweisen. Kunst und Naturwissenschaft im 18. Jahrhundert, in: Natur der Wahrnehmung – Wahrnehmung der Natur, hrsg. v. Gabriele Dürbeck, Bettina Gockel et.al., Dresden: Verlag der Kunst, 2001, S. 199–219.

Farbe, in: ABC des Materials (= Blätter des Archivs zur Erforschung der Materialikonographie), hrsg. v. M. Wagner, Hamburg 2000 (3 S.).
Gegenwartskunst im Museum, in: Dresdener Kunstblätter, 1/98, S. 37–42.

Vom Ruhm der Malkunst zum „reinen Kunstwerk“, in: Ernst Ludwig Kirchner „Stehende nackte Mädchen am Ofen“ (1908) – Auf der Rückseite „Die Verbindung“ (1922), hrsg. v. der Kulturstiftung der Länder in Verb. mit den Staatl. Kunstsammlungen Dresden, Berlin u. Dresden 1998, S. 17–29.

„Ich bin nicht, was ich spiele.“ Gainsboroughs und Reynolds‘ Bildnisse des Schauspielers David Garrick, in: Bildnis und Image. Das Portrait zwischen Intention und Rezeption, hrsg. v. Andreas Köstler u. Ernst Seidl, S. 215–234.

Bedeutungsstiftung durch Wahrnehmung. Zur Rolle der Farbe im modernen Portrait. Thomas Gainsborough, Joshua Reynolds und Francis Bacon, in: Who’s afraid of. Zum Stand der Farbforschung, hrsg. v. Anne Hoormann u. Karl Schawelka, Weimar 1998, S. 158–190.

Zum politischen Gehalt der Farbe im Werk Thomas Gainsboroughs, in: Im Blickfeld. Jahrbuch der Hamburger Kunsthalle, Re-Visionen des Politischen, 3/1998, S. 57–77.

Structures and Practices. Association of Art Historians Conference in London, Courtauld Institute of Art, 4.-6. April 1997, in: Kunstchronik, S. 157–163.
Wolfgang Koethe. Ein ‚neuer’ unter ‚alten Meistern’, in: Ausst.-Kat. 4 x 1. Graham. Klein. Koethe. Schuler, Dresden 1997, S. 50–70.

Körper und Wahrnehmung im Werk von Astrid Klein. 1980 – 1996, in: Ausst.-Kat. 4 x 1. Graham. Klein. Koethe. Schuler, Dresden 1997, S. 30–46.

Links

www.khist.uzh.ch

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. März 2011
 
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