Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza |
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| Beteiligte - Universität Konstanz |
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Vita seit Oktober 2010 Professorin für Neuere deutsche Literatur (18. Jahrhunder bis zur Gegenwart) an der Humboldt-Universität Berlin Oktober 2007-Oktober 2010 Professorin für Kulturtheorie und kulturwissenschaftliche Methoden an der Universität Konstanz Sommer 2007 Vertretung des Lehrstuhls von Frau Prof. Inka Mülder-Bach an der Universität München 2007 Habilitation im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität München Winter 2006 Visiting Associate Professor an der Harvard University Frühjahr 2005 Visiting Assistant Professor an der University of Chicago 1999-2006 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Deutsche Philologie der Universität München und Mitarbeiterin des Projekts „Poetologie der Körperschaften“ am Zentrum für Literaturforschung, Berlin 1999 Promotion im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität München 1987-1994 Studium der Neueren deutschen Literatur, Philosophie, Linguistik und Kunstgeschichte an den Universitäten Bochum, Paris I (Panthéon-Sorbonne) und München Stipendien und Preise 2005 Robert Bosch Fellowship der University of Chicago 2001 Bayerischer Habilitationsförderpreis 1999 Promotionspreis der Ludwig-Maximilians-Universität München 1987-1994 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes Forschungsschwerpunkte Literaturgeschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts Maßgeblich beteiligte Wissenschaftlerin, Professorin für Kulturtheorie und kulturwissenschaftliche Methoden Forschungsprojekt „Gesetze der Gattung. Institutionen kultureller Genealogien“ Gesetze der Gattung. Institutionen kultureller Genealogien
Als Regulative kultureller Integration und Desintegration hatten Gattungen in den literatur- und kulturwissenschaftlichen Debatten der letzten Jahrzehnte kaum Konjunktur. Nachdem sie in der (west-)europäischen Literaturgeschichte lange Zeit als normativ gültige Muster gehandelt wurden – als Formen, über deren Reproduktion klassische Regeln der Reinheit und Schicklichkeit wachten –, bekamen sie spätestens im ausgehenden 18. Jahrhundert Konkurrenz durch andere ästhetische Maßstäbe wie den der Genialität. Die Literaturtheorien der jüngeren Zeit relativierten das ‚Muss‘ der Gattungskonventionen von anderer Seite. Als Modelle wurden hier konsequent außerkanonische Formen des Darstellens, Erzählens und Zeigens herangezogen, die wahlweise der Avantgarde oder der traditionellen Volkskultur entlehnt waren (russischer Formalismus), der modernen popular culture entstammten (britische und amerikanische cultural studies) oder aber im weiteren Horizont von Alltagsmythen und Diskursen in Betracht kamen, deren Ordnungen sich weniger über explizit gesetzte Imperative denn über implizit wirksame Normierungen und ästhetische Regime erschließen ließen (Roland Barthes; Michel Foucault). Inzwischen wurden diese Impulse von zahlreichen Studien aufgenommen, die sich mit der Produktion nomologischen Wissens und seiner Bedeutung für die Selbststeuerung sozialer Gebilde befassten. In welchem Maß etwa sanitäre, klinische und psychologische Normen durch ‚Texte‘ im weitesten Sinn – durch Erzählungen, Bilder und Geständnisrituale – geprägt werden, ist gerade am Beispiel der Humanwissenschaften gezeigt worden, die sich von Anbeginn die Literatur zur Komplizin machten, um ins Innere des Menschen vorzudringen und seine Pathologien zu studieren. Ähnlich enge Verflechtungen treten zutage, wenn man – wie in Deutschland erst ansatzweise geschehen – die Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Recht untersucht. Das Projekt nimmt diese Befunde zum Anlass, um die Frage nach dem Zusammenhang von kultureller Norm und (Text-)Form an die Literatur zurück zu stellen. Im Interesse einer kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung verfolgt es das Ziel, die Funktionsweise der Kategorie „Gattung“ genauer zu erkunden und erstens die „Gesetzeskraft“ (Jacques Derrida) jener Prinzipien, Regeln und Freiheitslizenzen zu sondieren, die Texten zur Auflage gemacht oder im Lauf der Geschichte von ihnen beansprucht worden sind. Zweitens geht es darum, die historischen Modelle, Praktiken und Wege generischer Reproduktion nachzuzeichnen, die durch solche „Gesetze der Gattung“ instituiert und legitimiert, aber auch abgewehrt oder unfreiwillig befördert wurden und je eigene Typen von Genealogien ausbildeten. Ausgewählte Publikationen Der verfaßte Körper. Zum Projekt einer organischen Gemeinschaft in der Politischen Romantik, Freiburg 1999. Thomas Frank/Albrecht Koschorke/Susanne Lüdemann/Ethel Matala de Mazza, Der fiktive Staat. Konstruktionen des politischen Körpers in der Geschichte Europas, Frankfurt/Main 2007. Thomas Frank/Albrecht Koschorke/Susanne Lüdemann/Ethel Matala de Mazza, Des Kaisers neue Kleider. Über das Imaginäre politischer Herrschaft, Frankfurt/Main 2002. Ethel Matala de Mazza/Clemens Pornschlegel (Hg.), Inszenierte Welt. Theatralität als Argument literarischer Texte, Freiburg 2003. Uwe Hebekus/Ethel Matala de Mazza/Albrecht Koschorke (Hg.), Das Politische. Figurenlehren des sozialen Körpers nach der Romantik, München 2003. Romantic politics and society. In: Nicholas Saul (Hg.), The Cambridge Companion to German Romanticism, Cambridge 2009, S. 191-207. Mikropolitik in Bildern. Louis-Sébastien Merciers Tableau de Paris. In: Friedrich Balke, Harun Maye, Leander Scholz (Hg.), Ästhetische Regime um 1800. München 2009, S. 65-78. Link http://www.literatur.hu-berlin.de/institutsmitarbeiter/1684405 |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. März 2011 |



