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Graduiertenkolleg "Die Figur des Dritten" PDF Drucken E-Mail
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Das Graduiertenkolleg 'Die Figur des Dritten' ist Ende März 2009 ausgelaufen. Stattdessen gibt es jetzt an der Universität Konstanz das Graduiertenkolleg "Das Reale in der Kultur der Moderne".

Das Graduiertenkolleg der Universität Konstanz "Die Figur des Dritten" fördert mittels Stipendien Promotions- und Habilitationsprojekte. Auf der Homepage sind vertiefende Informationen und Ausführungen zu den einzelnen Promotionen und Habilitationen zu finden sowie Veröffentlichungen als auch eine ausführliche Auswahlbibliographie.

In der Zusammenfassung des "Forschungsprogramms ab 2006" heißt es: "Schlichter, Beobachter, Boten, Dolmetscher, Parasiten, Rivalen, Verräter, Sündenböcke, tricksters, queers, cyborgs - eine Vielzahl von Bewohnern der Zwischenräume tummeln sich in den kulturwissenschaftlichen Theorien des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Als Mittler-, Überschreitungs- und Hybridgestalten, als ausgeschlossene und zugleich eingeschlossene, verfemte und lachende Dritte unterlaufen sie herkömmliche dualistische Ordnungsmodelle. ,Effekte des Dritten' entstehen in dem Maß, in dem intellektuelle Operationen nicht mehr bloß zwischen den beiden Seiten einer geltenden Unterscheidung hin- und herlaufen, sondern der Akt des Unterscheidens selbst zum Gegenstand und Problem wird.

Das Graduiertenkolleg ,Die Figur des Dritten' geht von der Beobachtung aus, dass eine augenfällige Affinität derartiger, die großen Systematiken verunreinigen-der Denkfiguren und Zwitterwesen zu literarisch-künstlerischen Darstellungs-weisen besteht. Die Literatur verfügt nicht nur über reiche Erfahrung mit Grenzgänger-Helden, sondern stellt auch die Artikulationsmittel bereit, um intermediäre Phänomene im weiteren Sinn beschreibbar zu machen. Dies eröffnet einen genuin literaturwissenschaftlichen Zugang zu Fragen der kulturellen Semiosis überhaupt - auch im Blick auf die rhetorische und narrative Verfasstheit nichtliterarischer Formationen des Wissens. In den Projekten der ersten Phase des Kollegs wurde vor allem das Irritationspotential der jeweiligen Figur des Dritten betont - ihr Vermögen, binär codierte Grenzregimes zu unterminieren. In der zweiten Phase dagegen soll die institutionenbildende Kraft dritter Instanzen in den Vordergrund gestellt werden.
Das Kolleg ist am Konstanzer Fachbereich Literaturwissenschaft mit seiner programmatischen Ausrichtung auf Allgemeine Literaturwissenschaft, Historische Anthropologie und Medientheorie angesiedelt. In der Behandlung soziostruktureller und kultursemiologischer Aspekte profitiert es von der Beteiligung der Konstanzer Kultursoziologie und auswärtiger Kooperationspartner. International soll die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich, Johns Hopkins und Chicago fortgeführt und vertieft werden. Als neue Kooperationspartner kommen die Universität St. Gallen sowie das an den Universitäten Erfurt, Jena und der Bauhaus-Universität in Weimar angesiedelte Graduiertenkolleg "Mediale Historiographien" hinzu."

Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. März 2011
 
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