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Kleinkönige und starke Verwalter PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Tagungen

Konferenz

Alleinherrschaft hat ihre natürlichen Grenzen nicht nur dort, wo ihre Legitimation über Dynastie bzw. Abkunft, göttlichen Willen und Wirksamkeit nicht anerkannt wird, sondern auch dort, wo ihre politischen wie militärischen Durchsetzungsmöglichkeiten enden. Wie wird die faktisch begrenzte Herrschaft von Monarchen gegenüber fremden Territorien kommuniziert, ohne ihre Macht gegenüber den eigenen Subjekten dadurch in Frage zu stellen?

Dieses Problem stellt sich in besonderer Weise bei (Klein-)Königen, deren geographischer Einflussbereich am Rande von Imperien oder sogar innerhalb von Großreichen zu verorten ist. Für beide Varianten gibt es im Altertum zahlreiche Beispiele, so etwa die den Assyrern tributpflichtigen Könige in Nordsyrien, die Klientelkönigreiche an der Peripherie hellenistischer Großreiche und am Rande des Imperium Romanum, die phönizischen Küstenstädte in assyrischer und achaimenidischer Zeit oder die Provinzherrscher im Arsakidenreich.

 

 

Die Konferenz zielt darauf ab, das Konzept des Königtums, wie es durch eine entsprechende Titulatur der lokalen Machthaber ausgedrückt wird, anhand ausgewählter Beispiele zu hinterfragen:

Ist der Titel an sich Ausdruck eines Anspruches auf Souveränität, wie die Forschung lange angenommen hat? Oder drückt sich darin nur das Binnenverhältnis zu den Bewohnern des eigenen Einflussgebietes bzw. ein Rang innerhalb des größeren Machtzusammenhangs aus?

- Was unterschied Könige in solchen Positionen von delegierten Administratoren, Satrapen oder Statthaltern?
- Wer bewahrte oder erhielt einen mit Alleinherrschaft verbundenen Titel? Welche Ansprüche wurden durch einen Königstitel jeweils erhoben?
- Welche Art der Selbstdarstellung war damit verbunden?

Und kann es sein, dass sich bestimmte Schwierigkeiten (Wie kann jemand als König bezeichnet werden, obwohl er weder souverän ist noch Alleinherrscher?) vor allem deshalb ergeben, weil wir einen Herrschertitel als König übersetzen und damit eine Vorstellung von Monarchie bzw. Monokratie in den Begriff hineintragen, die dem jeweiligen historischen Kontext vielleicht gar nicht angemessen ist?

Mo–Di, 30.September – 1. Oktober 2013, ab 9:00 Uhr
Konzil Konstanz, Speichersaal, Hafenstraße 2, Konstanz

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Hauser Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Dr. Henning Börm Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
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