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Interdisziplinäres Symposium: Sterben. Zum Verständnis eines anthropologischen Grundphänomens PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Tagungen

Tübingen, 12. - 14. Mai 2011

Das Sterben scheint zu jenen anthropologischen Grundphänomenen zu gehören, die im Gefolge einer rasanten medizintechnischen Entwicklung immer stärker aus dem Raum lebensweltlicher Erfahrung verschwunden sind und die deswegen mittlerweile in der Gefahr stehen, zur Projektionsfläche diffuser Ängste zu werden.

Zwar ist unbestritten, dass Fragen einer angemessenen pflegerischen Betreuung und palliativen Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen angesichts der dramatischen demographischen Entwicklung in den meisten westeuropäischen Ländern in den nächsten Jahren erheblich an Brisanz gewinnen werden, doch sucht man eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Phänomen des Sterbens bislang weithin vergeblich.

Um jedoch zu verhindern, dass die in diesem Zusammenhang notwendigen politischen Entscheidungen von fragwürdigen Einseitigkeiten oder offenkundiger Unkenntnis der für die moralische und rechtliche Urteilsbildung relevanten Sachverhalte bestimmt werden, dürfte es dringend geboten sein, sich dem anthropologischen Grundphänomen menschlichen Sterbens einmal ganz ausdrücklich zuzuwenden. Dies soll bewusst in einer interdisziplinären Perspektive erfolgen, um nicht nur den empirischen Befunden der einschlägigen Humanwissenschaften gerecht zu werden, sondern auch die möglichen ärztlichen und pflegerischen Handlungsmöglichkeiten möglichst differenziert darzustellen und auf ihre moralischen und rechtlichen Grundlagen hin zu reflektieren. Dabei geht es nicht um die Wiederholung der hinlänglich bekannten Positionen zur Sterbehilfe, sondern um eine möglichst facettenreiche Rekonstruktion der verschiedenen einzelwissenschaftlichen Sichtweisen auf das Sterben und den Versuch, diese Einzelperspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen.

Tagungsprogramm

Plakat

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
 
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