Folgen Sie diesem Link unter keinen Umständen! Sie werden andernfalls von dieser Seite verbannt. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme.

Körper im Visier. Körper und Visibilität in Diskriminierungsprozessen

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Workshops


Interdisziplinärer Workshop am 04./05. Mai 2017

Diskriminierung existiert nicht ohne spezifische Kategorien wie Stereotype, Stigmata und Ungleichheit; Kategorien, die zumeist auf die Sichtbarkeit, Repräsentation und Wahrnehmung des Körpers verweisen. Wissen, Medien, Text, Sprache und visuelle Wahrnehmung überlagern sich, wenn sich Stereotype und Stigmata in Diskriminierungsprozessen manifestieren. Wie lassen sich diese Strukturen, in denen sich Diskriminierung reproduziert, genauer beschreiben? Unterscheiden sich die verschiedenen Diskriminierungsformen in der Art und Weise, wie sie auf den Körper zugreifen?

Im Zentrum des Workshops steht die Funktion des Körpers und dessen Visibilität bei der Erzeugung von sozialer Ungleichheit durch Kategorien wie Rasse, Geschlecht, Disability, Alter und Adipositas. Der ‚sichtbare Körper‘ wird dabei nicht nur als ein soziales Stigma verstanden, sondern ebenso als Austragungsort unterschiedlicher Diskurs- und Wissenssysteme sowie als eine existentielle Größe, etwa in der Erfahrung der Diskriminierten selbst.

Der Workshop wird von der Exploration-Funds-Forschergruppe „Körper im Visier“ ausgerichtet und bringt in einem interdisziplinären Setting verschiedene Disziplinen der Human- und Geisteswissenschaft wie Psychologie, Soziologie und Literaturwissenschaft zu einander ins Gespräch.


Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Carolin Mehnert ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 08. Februar 2017
 

Tübinger Poetik-Dozentur 2016 -20 Jahre Poetik Dozentur

PDF Drucken E-Mail

Tübinger Poetik-Dozentur 2016 -20 Jahre Poetik Dozentur 14.-18. November 2016 mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt und dem Neurowissenschaftler Vittorio Gallese

Eröffnet wird die Dozentur mit einer Lesung von Siri Hustvedt in der Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall am Sonntag, 13. November um 11 Uhr.

Vorlesung Siri Hustvedt

14.-16. November, jeweils um 20 Uhr im Kupferbau HS 25

Geboren 1955 wächst Siri Hustvedt in der amerikanischen Kleinstadt Northfield auf und ist heute eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen und Intellektuellen der USA. Nach ersten lyrischen Versuchen veröffentlicht sie 1993 mit Die unsichtbare Frau ihren Debutroman. Es folgen Die Verzauberung der Lily Dahl (1997) und der Erfolgsroman Was ich liebte (2003), die Hustvedt weltweit bekannt machen. Neben ihren Erzähltexten verfasst die Autorin Essays zu Ästhetik und Wissenschaft, schreibt mit am Migräneblog der New York Times und lehrt in der psychiatrischen Abteilung des Weill Medical College in Cornell. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Brooklyn.

Bibliographie (Auswahl):
Die unsichtbare Frau. Roman. Reinbek 1993.
Die Verzauberung der Lily Dahl. Roman. Reinbek 1997.
Was ich liebte. Roman. Reinbek 2003.
Being a Man. Essays. Reinbek 2006.
Die zitternde Frau. Eine Geschichte meiner Nerven. Reinbek 2010.
Leben, Denken, Schauen. Essays. Reinbek 2014.
Die gleißende Welt. Roman. Reinbek 2015.

 

Vorlesung Vittorio Gallese

17.-18. November, jeweils um 20 Uhr im Audimax Neue Aula

Der Neurowissenschaftler lehrt Physiologie an der Universität in Parma, hält einen Lehrstuhl für experimentelle Ästhetik an der University of London und ist Adjunct Senior Research Scholar am Department für Kunstgeschichte und Archäologie an der Columbia University (NY). Im Zentrum seiner Forschung steht der Versuch, die neuronalen Mechanismen zu erklären, die Empathie, Sprache und ästhetischer Erfahrung zugrunde liegen. Gallese war maßgeblich an der Entdeckung von Spiegelneuronen beteiligt, für die er neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen 2007 den Grawemeyer Award für Psychologie erhielt. In weit über die Grenzen seines Fachs hinausreichenden Kooperationen hat sich der Neurowissenschaftler immer wieder mit der Frage auseinandergesetzt, wie Denken und Kunst, Realität und Fiktion zusammenhängen und wurde dabei zum Gründungsvater der ‚Neuroästhetik‘. Vittorio Gallese und Siri Hustvedt verbindet das Interesse an den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft.

Bibliographie (Auswahl):
„Mirror Neurons and Art“. In: F. Bacci/H.Melcher (Hg): Art and the Senses. Oxford 2010.
„Mirror neurons, embodied simulation, and the neural basis of social identification“. In: Neuropsychoanalysis 13/2 (2011).
„The Mirror Neuron Mechanism and Literary Studies“. In: California Italian Studies 2/1 (2011).
„Neuroaesthetics. The Body in Esthetic Experience.“ In: V.S. Ramachandran (Hg.): The encyclopaedia of Human Behavior. London u.a. 2012

Am 17. und 18. November findet jeweils eine Diskussion mit Siri Huvstedt und Vittorio Gallese im Audimax Neue Aula statt.  Daran anschließen wird sich eine Jubiläumsfeier aus Anlass der 30. Poetik-Dozentur. Genaueres entnehmen Sie der Homepage der Tübinger Poetik-Dozentur.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. November 2016
 

Deutsch-polnische Transferbewegungen: Grenze – Vermittler/Institutionen – Rezeption

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Tagungen

II. deutsch-polnische Studierendenkonferenz
Deutsch-polnische Transferbewegungen
Grenze – Vermittler/Institutionen – Rezeption
19.-20. November 2015, Universität Warschau, Institut für Germanistik

 

Das Institut für Germanistik der Universität Warschau und das Slavische Seminar der Universität Tübingen veranstalten am 19. und 20. November 2015 eine Studierendenkonferenz zu dem Thema Deutsch-polnische Transferbewegungen: Grenze – Vermittler/Institutionen – Rezeption. Angesprochen sind B.A.- und M.A.-Studierende aus den Literatur- und Kulturwissenschaften, insbesondere Studierende und Interessierte der deutsch-polnischen Doppelmasterprogramme.


Im Zeitalter von Globalisierung und Migration ist die Vorstellung von einer zugleich an ein Volk, eine Nation und an einen spezifischen Ort gebundenen Kultur im Herderschen Sinne obsolet geworden. Es wird vielmehr versucht, die Fluidität, die Dynamik und die Grenzüberschreitungen zwischen Kulturen zu begreifen. Durch ihre geographische Nachbarschaft und die engen kulturellen Beziehungen lassen sich zwischen Polen und Deutschland sowohl in historischer Dimension als auch gegenwärtig vielfältige Transferbewegungen in beide Richtungen beobachten.

 

Weitere Informationen zur Konferenz

 

Kulturkonflikte – Konfliktkulturen Deutsch-Französisches Doktorandenkolleg

PDF Drucken E-Mail
Allgemeines - Allgemeines

Kulturkonflikte – Konfliktkulturen Deutsch-Französisches DoktorandenkollegDas im Jahr 2012 eingerichtete Doktorandenkolleg “Konfliktkulturen / Kulturkonflikte” baut auf die bereits seit 1957 währende Zusammenarbeit der Universitäten Tübingen und Aix-Marseille im Bereich der Geschichts- und Kulturwissenschaften auf.

Das Kolleg ermöglicht interdisziplinäre Studien und bilaterale Forschungszugänge auf dem Gebiet des Konflikts. Durch die bilaterale Betreuung der Dissertationsprojekte und Forschungsaufenthalte der Doktoranden an der jeweiligen Partneruniversität, gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen verwirklicht es eine integrierte Organisation der Promotionsstudien durch Aix und Tübingen. Im Zentrum der interdisziplinären Forschung sollen Studien stehen, die den besonderen Beitrag deutsch-französischer Konfigurationen zum innereuropäischen Konfliktpotential herausarbeiten.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23. Januar 2015
Mehr über "Kulturkonflikte – Konfliktkulturen Deutsch-Französisches Doktorandenkolleg"
 

Transkulturalität. Herausgegeben von Andreas Langenohl, Ralph Poole und Manfred Weinberg

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Reihe Basis Scripte

Transkulturalität. Herausgegeben von Andreas Langenohl, Ralph Poole und Manfred WeinbergDas Paradigma der Transkulturalität stellt aktuell einen der wichtigsten Ansätze in der Kulturwissenschaft dar. Kulturen werden hier konsequent in ihrer Fluidität und der Kontingenz ihrer Grenzziehungen verhandelt. Dieser Band bietet eine systematische Einführung in die wichtigsten Theorien und Positionen. Er versammelt klassische, kanonische, aber auch aktuelle Originaltexte – viele davon zum ersten Mal in deutscher Sprache präsentiert.
Kommentierende Einleitungen und sorgfältig zusammengestellte Auswahlbibliographien geben dem Band eine didaktische Rahmung, die sich an den Bedürfnissen von Studium und Lehre orientiert. (Verlag)

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 27. Mai 2015
Mehr über "Transkulturalität. Herausgegeben von Andreas Langenohl, Ralph Poole und Manfred Weinberg"
 

Die Verwandlung des Fremden

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Workshops

Die Verwandlung des Fremden
Übersetzungswürfel – Sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung

Festival moderner europäischer Literatur und Übersetzung

Vom 6. bis 10. Mai 2015 findet in Tübingen ein Werkstatttreffen des TransStar Europa und dem Übersetzungswürfel statt, zu welchem Übersetzerinnen und Übersetzer aus fünf verschiedenen europäischen Ländern zusammenkommen und im Rahmen eines Workshops an ihren Übersetzungen arbeiten. Zusätzlich finden öffentliche Veranstaltungen statt.

Der Flyer zur Veranstaltung.

Die drei Autoren Juri Andruchowytsch (Iwano-Frankiwsk), Lubomír Martinek (Paris/Prag) und Sudabeh Mohafez (Stuttgart), die in der Auftaktveranstaltung am 6. Mai auftreten, haben sehr unterschiedliche Erfahrungen mit der Wahrnehmung ihrer Literatur und ihrer kulturellen Kontexte im europäischen Raum gemacht, die von Ablehnung, Ignoranz und Missverständnis bis zu Integration und Begeisterung reichen. All diese Facetten werden unter dem Titel Getauschtes: Zwischen Paris, Stuttgart und Iwano-Frankiwsk diskutiert und miteinander in Beziehung gesetzt.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 22. April 2015
Mehr über "Die Verwandlung des Fremden"
 

Grenzen der Trans_Konzepte - Zur Leistungsfähigkeit von subversiven Identitätsvorstellungen

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Tagungen

Grenzen der Trans_Konzepte - Zur Leistungsfähigkeit von subversiven Identitätsvorstellungen2. Internationale Tagung des Arbeitskreises Trans_It

vom 17.04.2015 – 19.04.2015 an der Universität Tübingen
im Forum Scientiarum,
Doblerstraße 33, 72074 Tübingen

Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen entnehmen Sie dem Flyer.

Der Arbeitskreis „Trans_It“ hat sich im Juli 2013 an der Universität Tübingen gegründet, um dem Interesse der Studierenden an der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen von Globalisierung, Internationalisierung und Migration in den Literatur- und Kulturwissenschaften gerecht zu werden.
Die Initiative ging dabei von Studierenden und Lehrenden gemeinsam aus.
Die Koordination und Leitung wird derzeit von Ariane Rau, B.A., Carolin Mehnert M.A. und Stephanie Lavorano M.A. übernommen.
Derzeit umfasst der AK 25 Studierende und Doktoranden an fünf verschiedenen Universitäten.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 17. April 2015
 

Poetische Grenzüberschreitungen

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Workshops

Poetische GrenzüberschreitungenTransStar und der Übersetzungswürfel in Ljubljana vom 15. bis 19. April 2015

Unter dem Titel Poetische Grenzüberschreitungen findet vom 15. Bis 19. April der Übersetzungswürfel in Ljubljana statt. Neben den Werkstätten der deutsch-slowenischen, deutsch-ukrainischen und slowenisch-deutschen Gruppe stehen Autorenabende und Veranstaltungen zum Literatur- und Kulturaustausch zwischen Slowenien und den anderen europäischen Ländern auf dem Programm. Mitgestaltet werden die einzelnen Veranstaltungen von TransStar-Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, dem 15. April, die Veranstaltung Gemogeltes und Gekreuztes, wo die TransStar-Teilnehmer nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Slowenischen und Ukrainischen suchen und sich darüber austauschen.
Am 16. April wird in der Universität Ljubljana die Ausstellung Camera Obscura – Orte des Übersetzens eröffnet.
Des Weiteren stehen unter anderem eine Lesung mit dem ukrainischen Autor Ostap Slyvynsky und Josef Winkler, eine Veranstaltung zum slowenischen Büchermarkt, ein literarischer Stadtspaziergang und ein Konzert der Gruppe Jazzy.si auf dem Programm.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Programm.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 17. April 2015
 

Im Dickicht der Zeichen. Von Aleida Assmann

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Im Dickicht der Zeichen. Von Aleida AssmannBerlin: Suhrkamp 2015

Aleida Assmann ist eine der renommiertesten deutschen Kulturwissenschaftlerinnen, die vor allem durch ihre Arbeiten zum kulturellen Gedächtnis internationale Bekanntheit erlangt hat. Im Dickicht der Zeichen versammelt nun ihre wichtigsten Aufsätze zu Fragen der Hermeneutik, der Semiotik und des Lesens, von denen einige, wie etwa ihre Untersuchung zum Verhältnis von Hodegetik, Hermeneutik und Dekonstruktion, bereits einen Klassikerstatus erreicht haben. Der Band bietet auf diesem Weg auch eine konzentrierte Einführung in alle Aspekte von Assmanns Forschung und Werk. (Verlag)

Leseprobe

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 25. März 2015
 

"TransStar Europa" auf der Leipziger Buchmesse

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Vorlesungen und Vorträge

Leipziger Buchmesse 2015 In vier Veranstaltungen und mit mehreren Publikationen präsentiert sich das EU-Projekt TransStar Europa vom 12. bis 15. März 2015 auf der Leipziger Buchmesse.

12. März, 17.00 bis 18.00 Uhr im Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505: Von fremden Höfen und knarzenden Brettern. Daniela Pusch und Magdalena Becher lesen unter der Moderation von Martina Lisa urbane Poesie und Prosa der tschechischen Autorinnen und Autoren Alena Zemančíková, Jan Balabán, Ondřej Buddeus, Radek Fridrich und Jan Němec.

12. März, 20.00 Uhr im Theater fact: Europäische Geschichte erzählen. Und übersetzen. Autorinnen und Autoren aus den südslawischen Ländern sowie aus der Ukraine präsentieren Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart.

14. März, 10.30 bis 11.30 Uhr im Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505: Europäisch-ukrainische Orte der Poesie. Kateryna Babkina präsentiert die im Rahmen des TransStar-Projektes entstandene Videopoesie zu Orten des Übersetzens. Im Anschluss diskutieren die Künstlerin und die Übersetzerinnen Claudia Dathe und Sofia Onufriv, unter der Moderation von Schamma Schahadat über die Wechselwirkung von Orten, Bildern und Texten.

14. März, 21.00 Uhr in der Schaubühne Lindenfels: Martina Lisa stellt zusammen mit Lena Dorn in der Veranstaltung display.eu – zeitgenössische Poesie aus Tschechien, Deutschland und der Slowakei unter anderem den tschechischen Lyriker Ondřej Buddeus vor.

Als Sonderbeilage zur Leipziger Buchmesse erscheint am 10. März Beton International in der taz. Beton versammelt südslawische Autorinnen und Autoren und präsentiert die Ausgabe in einer Veranstaltung am 12. März, 20.00 Uhr in der nato, Karl-Liebknecht-Straße 37. Zu den Übersetzerinnen und Übersetzern der Ausgabe gehören Evelyn Sturl, Paul Gruber, Maja Konstantinovic, Vivian Kellenberger und Anna Hodel.

 

Programmheft des Goethe-Instituts (mit weiteren Informationen zu einem Teil der oben genannten Veranstaltungen)

TransStar Europa Newsletter

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 18. März 2015
 

Prager Figurationen jüdischer Moderne

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Workshops

Prager Figurationen jüdischer ModerneInternationaler Workshop im Rahmen des Forschungsverbundes „Prag als Knotenpunkt europäischer Moderne(n)“ und des Projekts „Prager Moderne(n)“ im Juniorprofessurenprogramm des Landes Baden-Württemberg

Universität Tübingen

05.-07.02.2015

Organisation: Prof. Dr. Irina Wutsdorff und Katja Wetz, M.A. (Tübingen) in Kooperation mit Prof. Dr. Manfred Weinberg und Dr. Štěpán Zbytovský (Prag)

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Medien und Kultur und vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds sowie vom Universitätsbund Tübingen

Im plurikulturellen Prag der Jahrhundertwende und des beginnenden 20. Jahrhunderts treffen neben der deutsch(sprachig)en und tschechisch(sprachig)en Kultur Momente der jüdischen zusammen. Identitätsdiskurse gestalten sich in der Prager Situation zusätzlich problematisch, wenn zur Entscheidung zwischen der Zugehörigkeit zur deutschen und/oder tschechischen Kultur die Spannbreite von Optionen zwischen Assimilation und Zionismus tritt. Traditionen wie Denkfiguren jüdischer Glaubenslehre und -praxis werden von Intellektuellen und Künstlern im Lichte grundlegender Erfahrungen der Moderne kritisch befragt, neu konzipiert und auch produktiv gemacht. Die prominentesten Beispiele sind auf Seiten der deutschsprachigen Literatur sicherlich Franz Kafka, auf Seiten der tschechischen Richard Weiner. Der Workshop soll beleuchten, wie im Kulturraum Prags Figurationen jüdischer Religiosität, jüdischen religiösen Wissens sowie Praktiken und Konzepte des Jüdischen mit den Gewinn- wie Verlusterfahrungen der Moderne zueinander ins Verhältnis gesetzt wurden. Im Hintergrund steht dabei die Frage, ob sich von einer spezifischen Prager Spielart einer jüdischen Moderne sprechen lässt und welche Rolle sie für die Ausprägung der Moderne in Prag spielte.

Programm

Eröffnungsvortrag

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23. Januar 2015
 

Schreiben und Übersetzen aus der Perspektive der Mehrsprachigkeit

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Vorlesungen und Vorträge

Schreiben und Übersetzen aus der Perspektive der Mehrsprachigkeit Im Rahmen der Ringvorlesung Mehrsprachigkeit *Multilingualism* findet ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Schamma Schahadat (Slavisches Seminar, Universität Tübingen) und der Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Literaturübersetzerin Dr. Ilma Rakusa (Zürich) über Schreiben und Übersetzen aus der Perspektive der Mehrsprachigkeit statt. Ilma Rakusa wird dabei kurze Ausschnitte aus ihren eigenen und übersetzten Texten vorlesen.

In der Slowakei geboren, in Budapest, Ljubljana und Triest aufgewachsen, studierte Ilma Rakusa Slavistik und Romanistik unter anderem in Paris und Petersburg. Sie schreibt auf Deutsch und übersetzt aus dem Russischen, Französischen, Ungarischen und Serbokroatischen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" und dem EU-Projekt "TransStar Europa".

Dienstag, 03.02.2015, Universität Konstanz, Raum A 703, 17-18.30 Uhr


Einladung als pdf

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 30. Januar 2015
 

Herausforderungen der Integration in Zeiten hoher Zuwanderung

PDF Drucken E-Mail
Veranstaltungen - Vorlesungen und Vorträge

Herausforderungen der Integration in Zeiten hoher ZuwanderungBilkay Öney - Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg - spricht über die „Herausforderungen der Integration in Zeiten hoher Zuwanderung“. Im Anschluss findet eine Diskussion mit dem Publikum statt. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen.

Donnerstag, 29. Januar 2015, Universität Konstanz, Audimax, 15:15–16:45 Uhr

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Mehr über Bilkay Öney

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. Januar 2015
 

Die nationalen Diskurse der ukrainischen Intellektuellen in den 1990er und 2000er Jahren und ihre Wirkung auf die Ukraine-Krise 2014

PDF Drucken E-Mail

Vortrag von Dr. Roman Dubasevych (Wien) in der Gastvortragsreihe des Slavischen Seminars an der Universität Tübingen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014, 12 Uhr c.t.

Wilhelmstr. 50, 72074 Tübingen

Dr. Roman Dubasevych wird unter anderem über die Essays der ukrainischen Autoren Juri Andruchowytsch, Mykola Rjabtschuk und Taras Prochasko sprechen, die den Diskurs über die ukrainische nationale Identität in den vergangenen 20 Jahren maßgeblich beeinflusst haben. Ein weiterer Bestandteil seines Vortrags ist die Umkodierung nationaler Symbole in der Euromaidan-Bewegung 2014.

Der Vortrag findet statt im Rahmen des Projektes "Werte und Wandel. Zukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien"

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23. Januar 2015
 

Werte und Wandel

PDF Drucken E-Mail

Werte und WandelZukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien.

Kongress und Workshops 11. - 13. Dezember 2014

Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Workshops (Fr.- Sa.): Wissenschaftsforum am Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin

Bei dem vom Slavischen Seminar der Universität Tübingen mitveranstalteten Kongress in Berlin setzen sich mehr als 40 Experten aus Kultur, Wissenschaft und Medien mit dem zivilgesellschaftlichen Status quo in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien auseinander. Die Tehmenbereiche umfassen Phänomene wie Straßenproteste und Gewaltausbrüche, Kunst und Partizipation sowie Social Media als Instrumente für Protest und Propaganda. Bei der Auftaktveranstaltung am 11.Dezember 2014 um 19.30 in der Akademie der Künste (Pariser Platz 4, 10117 Berlin) diskutieren Prof. Dr. Karl Schlögel und Serhij Zhadan über die gegenwärtigen Entwicklungen im postsowjetischen Raum und insbesondere in der Ukraine. Die Eröffnungsansprache hält Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 05. Dezember 2014
 

Laboratorien der Moderne - Orte und Räume des Wissens in Zentraleuropa (5.-6. Dez. 2014)

PDF Drucken E-Mail

Laboratorien der Moderne - Orte und Räume des Wissens in Zentraleuropa (5.-6. Dez. 2014)Ein Workshop im Rahmen des Exzellenzclusters "Kulturelle Grundlagen von Integration" an der Universität Konstanz.

5-6 Dezember 2014

Bischofsvilla, Otto-Adam-Str. 5, Konstanz

Das Workshop-Programm finden Sie hier.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 01. Dezember 2014
 

Tübinger Poetik-Dozentur 2014

PDF Drucken E-Mail

Zur 28. Tübinger Poetik-Dozentur (12. - 28.11.2014) sind in diesem Jahr die Schriftstellerinnen Taiye Selasi, Priya Basil, Chika Unigwe und der Schriftsteller Nii Ayikwei  Parkes nach Tübingen eingeladen.

Die vier AutorInnen repräsentieren das, was Taiye Selasi „Afropolitan  Literature“ nennt – sie stammen aus afrikanischen Familien oder aus  afrikanischen Staaten, leben und schreiben in Europa, Asien und den USA  und prägen mit ihren kritischen und engagierten Texten einen neuen Stil.

Die Geschichten, die sie erzählen, spannen sich nicht nur über Kontinente,  sondern lassen Weltbilder und Generationen miteinander kollidieren und neue  Verbindungen entstehen. Boston und Accra, Nairobi und London, Antwerpen und  Lagos rücken nah aneinander, und so werden nicht nur Unterschiede, sondern auch  Ähnlichkeiten sichtbar. Differenzen, so erfährt man beim Lesen, finden sich nie  dort, wo man sie vermutet. In der literarischen Welt der „Afropolitans“ bieten  die herkömmlichen Kategorien der Nationalliteraturen keine Orientierung.

Weitere Informationen zu den Autoren und zur Veranstaltung finden Sie unter  http://www.poetik-dozentur.de.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. November 2014
 

Neuerscheinung: Die Integrationsdebatte zwischen Assimilation und Diversität. Herausgegeben von Özkan Ezli, Andreas Langenohl, Valentin Rauer und Claudia Marion Voigtmann

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Reihe Kultur- und Medientheorie

Neuerscheinung: Die Integrationsdebatte zwischen Assimilation und Diversität. Herausgegeben von Özkan Ezli, Andreas Langenohl, Valentin Rauer und Claudia Marion VoigtmannGrenzziehungen in Theorie, Kunst und Gesellschaft. Bielefeld: transcript 2013

"Ist Assimilation ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ (Erdogan) oder droht sich Deutschland ohne sie abzuschaffen (Sarrazin)? Den hitzigen Debatten über Assimilation, Integration und Diversität liegt die Frage zugrunde, ob politische, soziale und kulturelle Integration auf kultureller Einheit oder auf Pluralität begründet werden kann und sollte.

Der Band stellt diese Konzepte nach neuestem Forschungsstand vor. Analysen zu verschiedenen Schauplätzen der Debatte – von der Deutschen Islamkonferenz über Verhandlungen von Assimilation und Diversität in Literatur und Film bis zum Terrorismus in England – und historische Perspektiven zeigen, wie die Integrationsfrage die Selbstdefinition moderner Gesellschaften in ihrem Kern trifft." (Verlag)

Mehr über "Neuerscheinung: Die Integrationsdebatte zwischen Assimilation und Diversität. Herausgegeben von Özkan Ezli, Andreas Langenohl, Valentin Rauer und Claudia Marion Voigtmann"
 

Emergenz. Von Wolfgang Iser

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Emergenz. Von Wolfgang IserNachgelassene und verstreut publizierte Essays

Herausgegeben von Alexander Schmitz
Mit einer Einführung von Hans Ulrich Gumbrecht und einem Nachwort von Aleida Assmann

Konstanz: Konstanz University Press 2013

Mehr über "Emergenz. Von Wolfgang Iser"
 

Marcel Mauss: Handbuch der Ethnographie. Herausgegeben von Iris Därmann und Kirsten Mahlke

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Marcel Mauss: Handbuch der Ethnographie. Herausgegeben von Iris Därmann und Kirsten MahlkeMünchen: Wilhelm Fink 2013

"Das Handbuch der Ethnographie basiert auf den stenographierten Mitschriften der Vorlesungen von Marcel Mauss, die er von 1926 bis 1939 jedes Jahr am Institut d’Ethnologie der Universität Paris gehalten hat. Seine Schülerin, die Afrikanistin Denise Paulme, hat es 1947 herausgegeben. Dieses Handbuch, das nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegt, spiegelt die methodischen Leitfäden und thematischen Schwerpunkte wider, die Marcel Mauss ins Zentrum der ethnologischen Ausbildung gesetzt hat.

Mauss, der, abgesehen von einer Reise nach Marokko, niemals selbst Feldforschung betrieben hat, wusste mit seiner überragenden Lehr- und Forschungstätigkeit gleichwohl eine ganze Phalanx französischer Ethnologen, Philosophen und Altphilologen auszubilden, von denen Roger Caillois, George Devereux, Germaine Dieterlen, Georges Dumézil, Louis Dumont, Marcel Griaule, Alexandre Koyré, Alfred Métraux, Maurice Leenhardt, Michel Leiris, André Leroi-Gourhan, René Maunier oder Jean-Pierre Vernant nur die bekanntesten sind. Wir waren, so schrieb er 1930 im Rückblick, bei der Entdeckung dieser neuen Wissenschaft, »Verlorene im Wald, die sich nur orientieren konnten, indem sie sich gegenseitig riefen.« Dank Marcel Mauss, des großen Ethnologen der Gabe, des Opfers, des Gebets, des Mythos, der Internationalität, der Körper- und Medientechniken, hat sich dieser Wald inzwischen gelichtet." (Verlag)

Mehr über "Marcel Mauss: Handbuch der Ethnographie. Herausgegeben von Iris Därmann und Kirsten Mahlke"
 

Polnische Literatur in Bewegung. Herausgegeben von Daniel Henseler und Renata Makarska

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Polnische Literatur in Bewegung. Herausgegeben von Daniel Henseler und Renata MakarskaDie Exilwelle der 1980er Jahre. Bielefeld: transcript 2013

"Polnische diasporale Literatur zwischen Exil und Migration: Mit Blick auf die Emigranten der 1980er Jahre, etwa Artur Becker, Krzysztof Niewrzeda und Natasza Goerke, diskutieren deutsche und polnische Literaturwissenschaftler/-innen u.a. die Frage der konzeptionellen Verortung des schriftstellerischen Werkes dieser Exilwelle (Postemigration, Transmigration, Nomadismus), des (un-)möglichen Abschieds vom Exil, des Überschreitens von Kultur- und Sprachgrenzen sowie des kollektiven Gedächtnisses dieser Generation." (Verlag)

Der Slawist PD Dr. Daniel Henseler lehrt polnische und russische Literatur an der Universität Fribourg, Schweiz.
Dr. Renata Makarska ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Slawische Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Tübingen.
Der Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" hat das Erscheinen dieses Buches gefördert.

 

CfP: Politische Partizipation und bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund

PDF Drucken E-Mail
Allgemeines - Allgemeines

Call for Papers

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf allen Stufen des akademischen Werdegangs sind eingeladen, Vorschläge für Tagungsbeiträge in Form von Abstracts (200 Wörter) einzureichen. Besonderes Interesse besteht an empirischen Arbeiten aus Forschung und Praxis; auch theoretische oder konzeptionelle Beiträge sind willkommen. Bei Annahme einen Tagungsbeitrags können auf Antrag Fahrtkosten erstattet werden.

Wir bitten um Einreichung von Themenvorschlägen bis zum 20. März 2013 an:

Dr. Andreas Wüst, Ministerium für Integration Baden-Württemberg, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun, SWR International, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Träger des Netzwerks sind das Ministerium für Integration des Landes Baden-Württemberg und SWR International.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 05. März 2013
Mehr über "CfP: Politische Partizipation und bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund"
 

Neuerscheinung: Visuelle Kulturen/Visual Culture zur Einführung. Von Marius Rimmele und Bernd Stiegler

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Während in den angloamerikanischen Ländern die Visual Culture Studies seit Jahren ein etabliertes Forschungsfeld darstellen, verteilen sich hierzulande die Forschungsansätze zu Visualität und Kultur auf verschiedene Disziplinen. Der Doppeltitel ist deshalb als Versuch zu verstehen, zentrale Fragen der Visual Culture Studies aufzunehmen und mit den Ansätzen hiesiger kulturwissenschaftlicher Forschung zu verbinden.

Im Mittelpunkt der Einführung steht die Frage nach der kulturellen Prägung des Auges. Dabei reicht die Bandbreite von Fragen der Geschichtlichkeit des Sehens über mediale und erkenntnistheoretische Umbrüche bis hin zu interkulturellen Dynamiken einschließlich des Postkolonialismus. Weitere Themen sind Sichtbarkeit und Überwachung im öffentlichen Raum, (genderspezifische) Identitätsbildung und Begehrensdynamiken. (Verlag)

Dr. Marius Rimmele ist akademischer Mitarbeiter im Fach Kunstwissenschaft/Kunstgeschichte an der Universität Konstanz und derzeit Kollegiat am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz.

Prof. Dr. Bernd Stiegler lehrt Neuere Deutsche Literatur mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert im medialen Kontext an der Universität Konstanz. Er ist Aulumnus des Kulturwissenschaftlichen Kollegs Konstanz.

 

"Ludwig Uhland - Tübinger Linksradikaler Nationaldichter"

PDF Drucken E-Mail

Ausstellung im Stadtmuseum Tübingen

Vom 6. Oktober bis 2. Dezember 2012 ist im Stadtmuseum Tübingen (Öffnungszeiten: Di-So, 11-17 Uhr) die Ausstellung "Ludwig Uhland - Tübinger Linksradikaler Nationaldichter" zu sehen, eine Zusammenarbeit des Stadtmuseum, des Deutschen Seminars der Universität Tübingen und des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Der Katalog und Teile der Ausstellung wurden im Wintersemester 2011/12 in einem Projektseminar unter der Leitung von Dr. Stefan Knödler und Dr. Helmuth Mojem erarbeitet.

 

Wahrheit und Erfindung. Grundzüge einer Allgemeinen Erzähltheorie. Von Albrecht Koschorke

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Wahrheit und Erfindung. Grundzüge einer Allgemeinen Erzähltheorie. Von Albrecht Koschorke  Frankfurt/M.: Fischer 2012.

Überall wird von der prägenden Kraft der Erzählung gesprochen: in der Geschichtsschreibung, in Recht, Politik und Ökonomie. Erzählerisch werden Konfliktzonen vermessen, gesellschaftliche Institutionen begründet, Vergangenheiten und Zukünfte imaginiert. Insofern stellen kollektive Erzählungen ein wichtiges Medium der Selbststeuerung von Gesellschaften dar.
Noch immer fehlt es aber an einer Erzähltheorie, die systematisch über ihren klassischen Geltungsbereich, die Literatur, hinausgeht. Das hier vorgelegte Buch zeigt Wege auf, um diese Lücke zu schließen. Es stellt den dichterischen Fiktionen nicht nur die Vielfalt unmittelbar mit der sozialen Praxis verflochtener Erzählweisen gegenüber, sondern fragt allgemeiner nach den kulturellen Transformationsregeln zwischen Wirklichkeit und Fiktion. Ein wichtiges Buch zu einem der Schlüsselbegriffe der Kulturwissenschaft. (Verlag)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 03. November 2012
 

Grenzen der Kultur. Von Özkan Ezli

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Grenzen der Kultur. Von Özkan EzliAutobiographien und Reisebeschreibungen zwischen Okzident und Orient. Konstanz: Konstanz University Press 2012.

"Kulturen mit Verweis auf ihre religiösen Traditionen voneinander abzugrenzen, ist tief in den wissenschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Erzählungen der Moderne verankert – und das nicht nur im Okzident, sondern auch im Orient. Özkan Ezlis Studie zeigt jedoch, dass es fruchtbarer ist, den Strategien der Abgrenzung und den Gründen für Missverständnisse nachzugehen, an denen sich die Horizonte des Kulturellen und damit die Grenzen der Kultur abzeichnen.
Dem sowohl in der Literaturwissenschaft wie auch in der Orientalistik vorherrschenden Eindruck, dass der Orient weder Autobiographie noch literarische Reisebeschreibungen kenne, hält der Autor seine literaturwissenschaftlich-kultursoziologische Analyse von westeuropäischen, arabischen und türkischen Texten aus dem 19. und 20. Jahrhundert entgegen. Der Hinweis auf die vorgeblich fehlende Säkularisierungs- und Desakralisierungsgeschichte in der arabischen und türkischen Kultur ist angesichts von historischen Reiseerfahrungen und Bildungserlebnissen bestenfalls noch bedingt zutreffend. Ezlis Lektüren von wichtigen, aber bisher kaum rezipierten Texten machen Modelle von Individuation, Subjekt- und Kulturkonstitution sichtbar, die obwohl sie auf politische Kulturen in Orient und Okzident hinweisen, zugleich so verschieden und komplex sind, dass sie mit den groben Unterscheidungen Islam/Christentum und Moderne/Vormoderne nicht erfasst werden können. Eine neue Konfiguration von Orient und Okzident wird sichtbar." (Verlag)

Rezension

Grenzen der Kultur
Das Buch von Özkan Ezli ist eine Reise in die Tiefe der kulturellen Grenzen mit den Stationen Bildung und Zivilisation und der Ankunft am Bahnhof Mischkultur anhand von Autobiographien und Reisebeschreibungen zwischen Okzident und Orient. Von Rukiye Cankıran
Migazin.de, Buchtipp zum Wochenende, 14. September 2012

Dr. Özkan Ezli forscht im Exzellenzcluster über „Narrative des Sozialen und Politischen in der deutsch-türkischen Literatur und im deutsch-türkischen Film: Eine andere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte“.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 18. September 2012
 

Essen. Herausgegeben von Dorothee Kimmich und Schamma Schahadat

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Zeitschrift für Kulturwissenschaften

Essen. Herausgegeben von Dorothee Kimmich und Schamma SchahadatDorothee Kimmich, Schamma Schahadat (Hg.)

Zeitschrift für Kulturwissenschaften, 1 (2012)

Mai 2012, 206 S., kart., 8,50 €
ISBN 978-3-8376-2023-8
Zeitschrift ZfK

"Essen ist nicht nur eine physiologische Notwendigkeit für alle Lebewesen, sondern integriert zudem fast alle Bereiche des sozialen und kulturellen Verstehens, Deutens und Handelns: Es ist anthropologische Konstante – und doch zugleich kulturell, sozial, ökonomisch, sogar politisch und nicht selten erotisch konnotiert.
Essen (und damit auch Geschmack, Sitten, aber auch Magie und Ritual) bestimmt Prozesse der Inklusion und Exklusion, markiert Identität und überschreitet zugleich geographische, soziale und ethnische Grenzen. Die Beiträge des Heftes zeigen: Im Kontext der Globalisierung ist Essen seit einigen Jahren ein Feld genuin kulturwissenschaftlicher Forschung geworden, das auch ökologische Ansätze, kritische Positionen und politische Stimmen mit einschließt." (Verlag)

 

Explosion und Peripherie

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Reihe Kultur- und Medientheorie

Explosion und PeripherieHerausgegeben von Susi K. Frank, Cornelia Ruhe und Alexander Schmitz

Jurij Lotmans Semiotik der kulturellen Dynamik revisited. Bielefeld: transcript 2012.
Zitation

Die kulturtheoretische Aktualität der Kultursemiotik Jurij Lotmans steht im Mittelpunkt dieses Bandes. Die teils theoretischen, teils kulturhistorisch angewandten Beiträge namhafter Literaturwissenschaftler (Koschorke, Lachmann u.a.) fokussieren vor allem auf zwei Konzepte: das räumliche Konzept der Semiosphäre, in dem der Peripherie als Zone indeterminierter kultureller Dynamik zentrale Bedeutung zukommt, und das zeitliche Konzept von kultureller Diskontinuität, von Lotman „Explosion“ genannt. Peripherie und Explosion erweisen sich als besonders gut anschließbar an aktuelle Theorien des Politischen und der sozialen wie kulturellen Dynamik, die im Kontext der Globalisierung und der Absage an utopisch-teleologische Emanzipationstheorien Phänomene von Subversion und kreativer „Unterbrechung“ in der historischen „conditio“ der Gegenwart ausmachen. (Verlag)

Prof. Dr. Susanne Frank lehrt ostslawische Literaturen und Kulturen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Prof. Dr. Cornelia Ruhe lehrt romanische Literatur- und Medienwissenschaft an der Universität Mannheim. Alexander Schmitz ist Wissenschaftslektor von Konstanz University Press. Der vorliegende Band entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Lotman und die Kulturtheorie“ am Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. Mai 2012
 

Sahara Chronicle

PDF Drucken E-Mail

Sahara ChronicleVideo-Installation von Ursula Biemann über Mobilität und die Politik der Eindämmung in der Sahara

Ursula Biemann setzt sich in ihren künstlerischen Arbeiten seit vielen Jahren mit Fragen der Globalisierung, Migration und Geopolitik auseinander. In der Video-Installation „Sahara Chronicle“ aus dem Jahr 2007 beleuchtet sie die afrikanische Auswanderung nach Europa: welche Ängste, Imaginationen und Sehnsüchte dabei eine Rolle spielen; aber auch wie die Netzwerke, Transporte und Logistik funktionieren.

Ausstellungseröffnung am 4. Mai 2012, 19.00 Uhr

4. Mai-1. Juli 2012
Di-Fr 10-18 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr
Kunstverein, Wessenbergstraße 39/41, 78462 Konstanz

Kontakt

Sven Sappelt Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Konstanzer Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ und dessen Master-Studiengang „Kulturelle Grundlagen Europas“ mit dem Kunstverein Konstanz.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
 

Literatur als Lebensgeschichte

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Literatur als LebensgeschichtePeter Braun, Bernd Stiegler (Hg.)

Literatur als Lebensgeschichte

Biographisches Erzählen von der Moderne bis zur Gegenwart

April 2012, 412 S., kart., mit farb. Abb., 36,80 €
ISBN 978-3-8376-2068-9
Reihe Lettre

Mehr über "Literatur als Lebensgeschichte"
 

Die Zukunft der Erinnerung und der Holocaust. Von Geoffrey Hartman und Aleida Assmann

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Die Zukunft der Erinnerung und der Holocaust. Von Geoffrey Hartman und Aleida AssmannKonstanz: Konstanz University Press 2012.

Geoffrey Hartman, einer der international renommiertesten Literaturwissenschaftler, hat sich in den letzten Jahren intensiv der analytischen Aufarbeitung eines Begriffs angenommen, der in den Kulturwissenschaften den Status eines „Plastikworts“ hat: der kulturellen Erinnerung. Die in diesem Band zusammengefassten Überlegungen zeigen, wie sich „kulturelle Erinnerung“ in unserer nachmodernen und posttraumatischen Epoche konkret mit neuen kulturellen Grundfragen, künstlerischen Projekten und literarischen Praktiken verbindet – und dies vor allem vor dem Hintergrund der Erfahrung des Holocaust.

Der erste Teil – „Zeugenschaft und Pathosnarrativ“ – untersucht die Belastbarkeit neuer und alter Formate des Erzählens. Die enge Verschränkung von kulturellem Gedächtnis mit Öffentlichkeit und Medien ist Gegenstand des zweiten Teils des Buches über „Zeugenschaft und Leiden auf Distanz“, in dem Fragen der Gegenwartskultur nach Qualität und Grenzen der Empathie angesichts der über globale Bilder- und Informationsströme vermittelten immer neuen Szenen von realer und fiktiver Gewalt zugespitzt werden. In „Das Demokratische Museum“ grenzt Hartman das kulturelle vom öffentlichen Gedächtnis ab. Im vierten Teil des Buches stehen schließlich die Schwierigkeiten des Aufbaus eines kulturellen Gedächtnisses in einer Umwelt der Massenmedien im Fokus, die einer Hyper- oder Derealisierung der Erfahrungs- und Lebenswelt Vorschub leisten. Die Essays konvergieren in der hochaktuellen Frage nach der Zukunft der Holocaust-Erinnerunng. (Verlag)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
Mehr über "Die Zukunft der Erinnerung und der Holocaust. Von Geoffrey Hartman und Aleida Assmann"
 

Nachbarschaft, Räume, Emotionen. Herausgegeben von Sandra Evans und Schamma Schahadat

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Nachbarschaft, Räume, Emotionen. Herausgegeben von Sandra Evans und Schamma SchahadatInterdisziplinäre Beiträge zu einer sozialen Lebensform. Bielefeld: transcript 2011.

Kann Nachbarschaft geplant, organisiert oder gar erzwungen werden? Welche Rechte, welche Verantwortung haben die Nachbarn – und wie wird der ideale Nachbar definiert? Wo liegt der Unterschied zwischen Nachbarschaft und Gemeinschaft?

Dieses Buch richtet den Blick auf den räumlichen und emotionalen Zustand des Nachbar-Seins: Nachbarschaft kann Nähe und Intimität zum (räumlich) Nächsten erzeugen, birgt aber auch die Gefahr von Unstimmigkeiten und Konflikten. Der interdisziplinäre Band untersucht verschiedene Entwürfe und Realisierungen von Nachbarschaft. Die Beiträge richten den Blick auf unterschiedliche Formate: auf die sowjetische Kommunalwohnung, die amerikanische „gated community“, auf den Klosterbau, aber auch auf gute und schlechte Nachbarschaften in der Literatur.

Mit Beiträgen u.a. von Zygmunt Bauman und Slavoj Zizek und mit zwei Texten von Wladimir Kaminer. (Verlag)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
 

Gender Studies

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Reihe Basis Scripte

Gender StudiesHerausgegeben von Franziska Bergmann, Franziska Schößler und Bettina Schreck

Erscheint im April 2012, ca. 270 S., kart., ca. 19,80 € ISBN 978-3-8376-1432-9

Die Gender Studies sind eine der zentralen Forschungsperspektiven der letzten Jahre. Dieser Band bietet eine systematische Einführung in die wichtigsten Theorien und Ansätze. Anhand von ausgewählten Originaltexten werden die Anfänge der Frauenforschung ebenso wie aktuelle Fragestellungen der Queer Theory oder Verknüpfungen zu anderen Fachrichtungen vorgestellt. Klassische Ansätze der Geschlechterforschung finden sich erstmalig in deutscher Übersetzung präsentiert und für die Lehre in den Bachelor- wie auch in den Master- Studiengängen aufbereitet.

Aus dem Inhalt:
Weibliches Schreiben und kulturelle Weiblichkeitsrepräsentationen (Virginia Woolf)
Geschlecht als soziale Konstruktion (Simone de Beauvoir)
Performativität der Geschlechtsidentität (Judith Butler)
Anknüpfungen zu den Postcolonial Studies (Gayatri Gopinath), zur Naturwissenschaft (Donna Haraway) oder Literaturwissenschaft (Eve Kosofsky Sedgwick)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
Mehr über "Gender Studies"
 

Neuerscheinung: Despoten dichten. Herausgegeben von Albrecht Koschorke und Konstantin Kaminskij

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Albrecht Koschorke/ Konstantin Kaminskij (Hg.): Despoten dichtenSprachkunst und Gewalt. Konstanz: Konstanz University Press 2011.

Warum haben ausgerechnet Gewaltherrscher oft eine besondere poetische Ader? Auf welchem gemeinsamen Grund treffen sich Terror und Fiktion? Welche Verbindung gehen Kunst und Politik ein, wenn die Dichter-Kämpfer zugleich politische Führer sind, die den Staat als Kunstwerk betrachten?

Den Hauptteil des Bandes bilden Studien zu dichtenden Despoten des 20. Jahrhunderts. Auf einen einleitenden Essay über Nero folgen Beiträge zu Benito Mussolini, Josef Stalin, Adolf Hitler, Mao Zedong, Kim Il-Sung, Muammar al-Gaddafi, Saddam Hussein, Saparmyrat Nyýazow und ein Essay von Slavoj Žižek über Radovan Karadžić. Den Abschluss bildet eine Betrachtung von Boyan Manchev über den Zusammenhang von Romantik, Avantgarde und tyrannischer Poesie. (Verlag)

Prof. Dr. Albrecht Koschorke lehrt Allgemeine Literaturwissenschaften an der Universität Konstanz. Er ist Vorstandsmitglied des Exzellenzclusters und Alumnus des Kulturwissenschaftlichen Kollegs. Der Slawist Konstantin Kaminskij ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
 

Störfälle Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2011

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Zeitschrift für Kulturwissenschaften

Störfälle Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2011Als es im März 2011 in Fukushima zur Havarie des Reaktorblocks 1 kam, wurde klar, was sich in Japan neben einem katastrophalen Erdbeben und einem fatalen Tsunami noch ereignet hatte: der Beginn einer Störfall-Kaskade, die die Verletzlichkeit der globalisierten Welt, ihre technischen Voraussetzungen und ihre medialen Rahmenbedingungen schlaglichtartig vor Augen führte. Damit wird der Störfall zu einer eigenen Kategorie der Wissensproduktion, der gemeinhin unhinterfragte Normalitätsvorstellungen irritiert und – Bundeskanzlerin Merkel sprach schon am ersten Tag des Atom-Dramas von einem »Einschnitt für die Welt« – Praktiken der Evaluierung, der Prozessierung und der Prävention in Gang setzt.
In diesem Sinne fragt das Heft 2/2011 der ZfK nach dem epistemologischen Status des Störfalls, nach seinen politischen Dimensionen, nach Verlaufskurven historischer Störfälle und nach ästhetischen Aneignungen, die ihn entgegen der Normalerwartung als ein Anderes ausstellen und in seinen Wirkungen reflektieren.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
Mehr über "Störfälle Zeitschrift für Kulturwissenschaften, Heft 2/2011"
 

Kulturen in Bewegung. Beiträge zur Theorie und Praxis der Transkulturalität

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Reihe Kultur- und Medientheorie

Kulturen in Bewegung. Beiträge zur Theorie und Praxis der Transkulturalität Herausgegeben von Dorothee Kimmich und Schamma Schahadat

Transcript-Verlag, Reihe Kultur- und Medientheorie,
erscheint im August 2012, 312 S., kart., ca. 29,80€, ISBN 978-3-8376-1729-0

Sowohl der Begriff als auch die Vorstellung von »Kultur« verändern sich aktuell radikal. Intellektuelle aus allen Disziplinen sind damit befasst, eine Neubestimmung und -positionierung von »Kultur« vorzunehmen.
Im Zeitalter von Globalisierung und Migration ist die Vorstellung von einer zugleich an ein Volk, eine Nation und an einen spezifischen Ort gebundenen Kultur im Herder'schen Sinne offenbar obsolet geworden. Man versucht vielmehr, die Fluidität, die Dynamik und die Grenzüberschreitungen zwischen Kulturen zu begreifen. Die Beiträge in diesem Band zeigen, dass das Konzept der Transkulturalität, welches zunehmend sowohl die Interkulturalitäts-Studien als auch die Postcolonial Studies als kulturwissenschaftliches Paradigma ablöst, hierfür einen methodischen Ansatzpunkt bietet. (Verlagsinformationen)

Zur Verlagshomepage:

http://www.transcript-verlag.de/ts1729/ts1729.php

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 11. Juli 2012
 

Zeitschrift für Kulturwissenschaften: Knappheit

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Zeitschrift für Kulturwissenschaften

Zeitschrift für Kulturwissenschaften: KnappheitHerausgegeben von Maren Möhring, Erhard Schüttpelz, Martin Zillinger

In Zeiten, in denen unaufhörlich eine zunehmende Knappheit von Mitteln und Ressourcen beschworen wird, lohnt es, sich in Gegenrichtung zum Mahlstrom der Gegenwart zu bewegen. Wie schätzen wir die Entstehung und Befindlichkeit der Wohlstandsgesellschaften im großen historischen Bogen ein – und lassen sie sich auch anders relativieren als durch den Rekurs auf die Begrenzung ökologischer Ressourcen? Seit wann stehen Postulate der Maximierung knapper Ressourcen im Zentrum ökonomischer Theorien, und wann wurde es für Kulturtheorien Mode, vom symbolischen Überfluss auszugehen? Diesen und anderen Themen widmet sich das Heft 1/2011 der ZfK, insbesondere durch einen Kontroversenteil zur Kulturgeschichte wirtschaftlicher Institutionen und Werte. (Verlagsinformation)

Maren Möhring (PD Dr.) ist Historikerin an der Universität zu Köln. Erhard Schüttpelz (Prof. Dr.) lehrt Medientheorie an der Universität Siegen. Martin Zillinger (Dr.) ist Ethnologe und forscht zurzeit in Brüssel.

September 2011, 148 S., kart., 8,50 €
ISBN 978-3-8376-1715-3
Zeitschrift ZfK

Zur Verlagshomepage:

http://www.transcript-verlag.de/ts1715/ts1715.php

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
 

Dorothee Kimmich: Lebendige Dinge in der Moderne

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - unkategorisiert

Lebendige Dinge in der ModerneKonstanz University Press, 1. Aufl. 2011, ca. 92 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, ca. EUR 14.90 / CHF 23.50, ISBN: 978-3-86253-008-3

Ein literaturwissenschaftlicher Essay über das Verhältnis des Menschen zu seinen Dingen.
Dorothee Kimmich geht von dem doppelten Befund aus, dass die Moderne den Dingen ›das Leben nimmt‹, indem sie natur- und kulturwissenschaftlich erklärt und objektiviert. Diesen ›Tod‹ stellen die moderne Literatur, bildende Kunst und Photographie jedoch umgekehrt dadurch in Frage, dass sie diesen Dingen ein Eigenleben zugestehen, das hermeneutisch gerade nicht mehr zu fassen ist: Dinge bedeuten nicht mehr, und der Mensch muss sich die Welt fortan mit ihnen teilen.
Erst seitdem vor 20 Jahren die Ethnologie die Philosophie als literaturwissenschaftliche Leitdisziplin abgelöst hat, kann die »material culture«, das Leben der Dinge, entdeckt und erforscht werden. So zeigen denn auch Kimmichs Lektüren mit einem anthropologischen Blick auf, dass der moderne Mensch nicht nur angehalten ist, das Eigene ins Verhältnis zum Fremden zu setzen, sondern sein Umgang mit den Dingen auch exemplarisch für den Umgang mit dem Fremden steht: ein grundlegendes ethisches Unterfangen also.
Im ersten Teil ihres Essays (›Thesen‹) erläutert die Autorin, warum Dinge dem Menschen nicht nur fremd, sondern auch ähnlich sind. Die Lebendigkeit der Dinge, wie sie uns in modernen Texten begegnet, wird unterschätzt, wenn man sie nur als Wiederbearbeitung historischer Motive begreift. Im zweiten Teil (›Texte‹) zeigt uns Dorothee Kimmich, wie man mit Siegfried Kracauer im »Niemandsland der Dinge« überlebt, wendet sich der »Rückseite der Spule« bei Walter Benjamin zu, und erklärt, »warum sich bei Lord Chandos, Malte Laurids Brigge und dem Zögling Törleß alles um die Dinge dreht«. Überlegungen zu »Charlie Chaplins Komplizen« und der »Seife von Francis Ponge« beschließen das Buch. (Verlagsinformationen)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Februar 2012
 

Zeitschrift für Kulturwissenschaften

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Zeitschrift für Kulturwissenschaften

Zeitschrift für Kulturwissenschaften(Herausgeber: Lutz Musner und Thomas Hauschild)
Zeitschrift für Kulturwissenschaft 8

Heft 8: Emotionen (hg. v. Daniela Hammer-Tugendhat und Christina Lutter) Oktober 2010.

Das Thema »Emotionen« hat in der Wissenschaft und deren populärer medialer Rezeption Hochkonjunktur. Die öffentlichen Debatten scheinen von Psychologie, Kognitions- und Neurowissenschaften dominiert. Doch auch wenn den »Naturwissenschaften« Messverfahren zur Verfügung stehen, die den »Kulturwissenschaften« verschlossen sind: Emotionen werden immer nur über Sprache und andere Repräsentationen (z.B. Gestik) ›übersetzt‹ z

ugänglich und sind nicht von ihrer kulturellen Vermittlung ablösbar.
Das Heft setzt sich disziplinenübergreifend mit den kulturwissenschaftlichen Möglichkeiten auseinander, »Emotionen« historisch zu kontextualisieren. Im Debattenteil werden die Chancen eines Dialogs zwischen »Kultur-« und »Naturwissenschaften« diskutiert.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. März 2011
Mehr über "Zeitschrift für Kulturwissenschaften"
 

Band zur Kulturtheorie von Dorothee Kimmich, Schamma Schahadat und Thomas Hauschild ist jetzt erhältlich.

PDF Drucken E-Mail
Publikationen - Reihe Basis Scripte

Band zur Kulturtheorie von Dorothee Kimmich, Schamma Schahadat und Thomas Hauschild ist jetzt erhältlich.In der Reihe Basis Scripte veröffentlicht der Transscript Verlag den Reader Kulturwissenschaft, herausgegeben von Dorothee Kimmich und Schamma Schahadat.

Die weitere Bände werden folgen:

Franziska Bergmann, Franziska Schößler, Bettina Schreck (Hgg.): Gender Studies. Bielefeld: Transcript 2010 (= Basis-Scripte), erscheint im Frühjahr 2011.

Bernd Stiegler, Anke te Heesen (Hgg.): Bildwissenschaften. Bielefeld: Transcript (= Basis-Scripte), erscheint voraussichtlich 2012.

Andreas Langenohl, Ralph Poole, Manfred Weinberg (Hgg.): Transkulturalität, erscheint voraussichtlich im Herbst 2011.

Weitere Informationen

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 25. Februar 2011
 
Zum Seitenanfang